Unser Thema auf der Agenda

07. Juni, 2019

Die Organspende befindet sich momentan auf der politischen Agenda.

Das Anfang 2019 verabschiedete Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende und die darin enthaltenen Maßnahmen könnten Organisationsdefizite bei der Erkennung und Realisierung von möglichen Organspenden ausgleichen. Das Gesetz stärkt auch die Rolle der Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern (eine Schilderung der Änderungen im Detail können Sie in dem Download-Link unten herunterladen).

Und eine zweite Gesetzesänderung könnte bevorstehen: Bald will der Bundestag ohne Fraktionszwang über die von Gesundheitsminister Jens Spahn gewünschte sogenannte doppelte Widerspruchslösung entscheiden. Im Kern sieht sie vor, dass jeder Volljährige automatisch als Organspender gilt – außer er hat dem widersprochen. Als weitere Schranke sind auch noch die Angehörigen zu fragen. Bisher dürfen Organe nur entnommen werden, wenn eine Einwilligung vorliegt, etwa durch einen Spenderausweis. Wir als „Sportler für Organspende“ haben uns klar pro Widerspruchslösung positioniert und hoffen auf eine positive Entscheidung.

Ende des vergangenen Jahres hatten wir eine Umfrage in Auftrag gegeben, die zeigte, dass für 46 Prozent der Bundesbürger die erweiterte Widerspruchslösung die beste Option für die Organspende in Deutschland ist. Für die derzeit geltende erweiterte Zustimmungslösung waren damals 35 Prozent der Deutschen (siehe Download-Link unten).

Was seit dem 1. April 2019 neu ist – Zusammenfassung des Gesetzes

Hier Download unserer Umfrageergebnisse zur Organspende