Pressemitteilung

11.02.2010

Bundesliga engagiert sich für Organspende

Berlin, 11. Februar 2010. Am 22. Spieltag (12. bis 14. Februar 2010) wird in Zusammenarbeit mit den Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga bundesweit über die lebensrettende Idee der Organspende informiert. Im Mittelpunkt steht der Aufruf an die Fußballfans, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen. Der Organspendeausweis wird dem Bundesliga-Magazin beigelegt, von den Clubs verteilt und steht darüber hinaus auf www.bundesliga.de, www.organspende-info.de, www.vso.de sowie den Internetseiten der Clubs als Download zur Verfügung. Zudem weisen die Clubs in ihren Print- und Online-Publikationen auf die Organspende hin.

Die Aktion wurde von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler, dem Geschäftsführer von Hertha BSC Berlin, Michael Preetz, der für seinen Club und stellvertretend für die Bundesliga-Stiftung sprach, dem Vorsitzenden des Vereins Sportler für Organspende e.V., Hans Wilhelm Gäb, der Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Prof. Dr. Elisabeth Pott, und dem Fernsehjournalisten Reinhold Beckmann auf einer Pressekonferenz im Bundesgesundheitsministerium in Berlin vorgestellt.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler unterstützt das Engagement der Bundesliga: „Organspende bedeutet Einsatz für die Gemeinschaft. Bei vielen Menschen ist die Frage der Organspende noch mit großen Ängsten verbunden. Zwei Drittel der Bürger sprechen sich zwar grundsätzlich für Organspende aus, aber nur weniger als jeder Fünfte hat einen Organspendeausweis ausgefüllt. Wir wollen deutlich machen, dass es nicht nur um den eigenen Tod geht, sondern auch darum, anderen Menschen Leben zu schenken. Diese Aktion ist ein toller Beitrag, um für die Organspende zu werben."

Über 12.000 schwer kranke Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan. Obwohl Ärzte täglich durch Transplantationen viele Leben retten, kann nicht allen Patienten geholfen werden. Es fehlt an Spenderorganen, so dass ca. 1.000 Menschen jährlich sterben. Dabei stehen über zwei Drittel der Deutschen der Organspende positiv gegenüber. Doch nur rund 17 Prozent besitzen einen Organspendeausweis. Was viele nicht wissen: Das Ausfüllen des Ausweises ist eine persönliche Entscheidung. Die Daten werden nirgendwo gespeichert.

Michael Preetz: „Jeder Organspender kann ein Lebensretter sein. Deshalb ist es wichtig, dass sich viele Menschen engagieren. Das unterstützt Hertha BSC und das unterstütze auch ich.“

Ein wesentliches Ziel der Bundesliga-Stiftung ist es,  die gesellschaftliche Verantwortung des Profifußballs zu intensivieren. „Da gerade für Sportler die Gesundheit ein bedeutendes Gut und ihr Kapital ist, engagiert sich die Bundesliga-Stiftung gerne für das wichtige Thema der Organspende“, sagt Kurt Gaugler.

1994 rettete eine Lebertransplantation das Leben von Hans Wilhelm Gäb. Aus dieser Erfahrung heraus betont er: „Jeder kann helfen und jeder kann jederzeit betroffen sein – auch als Empfänger einer lebensrettenden Spende.“ 1998 gründete er den Verein Sportler für Organspende e.V., in dem sich heute mehr als 70 Olympiasieger, Welt- und Europameister engagieren, darunter Sportgrößen wie Franz Beckenbauer, Michael Schumacher, Rosi Mittermaier, Timo Boll oder Franziska van Almsick.

TV-Journalist Reinhold Beckmann besitzt seit 2002 einen Organspenderausweis und sagt: „Die meisten Menschen wollen helfen, davon bin ich überzeugt. Doch wir brauchen dringend noch mehr Aufklärung über Organspenden. Die Auseinandersetzung mit dem Tod ist immer noch ein Tabuthema. Deshalb mein Appell: Holen Sie sich einen Spenderausweis – denn er kann Leben retten.“ 

Der VSO wird von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt. Hierzu erklärt Elisabeth Pott: „Organspende betrifft jeden, denn die Wahrscheinlichkeit selber ein Organ zu benötigen ist dreimal höher, als ein Organ zu spenden. Deshalb sollte jeder seine persönliche Entscheidung zur Organspende treffen und in einem Organspendeausweis dokumentieren.“

Weitere Informationen stehen im Internet unter www.organspende-info.de und www.vso.de

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