Fünf
Familien mit leber- und herztransplantierten Kindern nahmen vom 30.
September bis 3. Oktober 2006 am zweiten Erlebnispädagogischen
Familienseminar von KiO teil. In Betzenstein bei Pottenstein
(Fränkische Schweiz), wo der Golfclub sowie der Kiwanis-Club
Bayreuth-Obermain zuvor mit einem Benefiz-Golfturnier die Finanzierung
des Seminars möglich gemacht hatten, wurde für die transplantierten
Kinder und ihre Geschwister mit Hilfe von Outdoor-Erlebnispädagogen ein
Programm mit Klettern, Höhlenbegehung, Erkundungsspielen sowie viel
Spaß an der körperlichen Herausforderung angeboten. Die Eltern konnten
sich mit Psychotherapeutin Sabine Schmidt-Schaller über Erlebtes und
über Schwierigkeiten nach der Transplantation austauschen. Es gab viele
positive Rückmeldungen. Eine Mutter: „Macht weiter so! Wir betroffenen
Familien benötigen solch’ lehrreiche, informative und interessante
Veranstaltungen und den gemeinsamen Austausch.“ Ein Vater teilte mit:
„Ich habe so etwas Tolles nicht erwartet. Wir haben viele positive
Erlebnisse mitgenommen und nach diesem düsteren Krankenhausleben mehr
Sinn und Hoffnung gefunden.“ Das Bild zeigt Seminarleiterin Gabi
Borkowski und die herztransplantierte Dragana nach erfolgreicher
Klettertour.
Der
Helmut Werner-Preis von KiO geht in diesem Jahr an Prof. Dr. med.
Martin Burdelski (63) vom Universitätskrankenhaus Eppendorf in Hamburg
(UKE). Die Übergabe der Auszeichnung, die zum zweiten Mal für
besonderes Engagement für transplantierte Kinder und Jugendliche
vergeben wird, erfolgt am 2. Dezember in München u.a. durch
KiO-Mitglied Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München und Erika
Werner aus dem KiO-Kuratorium, das über die Vergabe des Preises
entschied und dem Leiter führender deutscher Transplantationszentren
angehören. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis ist benannt nach dem 2004
verstorbenen früheren Mercedes-Chef Helmut Werner, der ein
außergewöhnliches Engagement für die lebensrettende Idee der
Organspende zeigte. Professor Burdelski widmet seine ärztliche und
wissenschaftliche Arbeit wie kaum ein anderer seit mehr als 30 Jahren
der Entwicklung der Lebertransplantation bei Kindern. Er hat wesentlich
zur Weiterentwicklung der Immunsuppression bei Kindern beigetragen,
setzt sich in einer besonderen menschlichen Art und Weise auch für die
alltäglichen Belange der von ihm betreuten Kinder und Familien ein und
ist Initiator der Selbsthilfegruppe Leberkrankes Kind.
Das
Johann-Strauß-Orchester Wiesbaden unter Leitung von Herbert Siebert
spielt am Dienstag, 5. Dezember (19.30 Uhr), im Kurhaus der hessischen
Landeshauptstadt (Foto) unter dem Motto „Kindern eine Chance“ zugunsten
von KiO. Zum Programm gehören Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz
Schubert, Antonin Dvorák und Johann Strauß. Zugleich ist die
Veranstaltung ein Geburtstagskonzert: Dirigent Herbert Siebert feiert
seinen 75sten. Restkarten für das Benefizkonzert (7-29 Euro) sind unter
der Ticket-Hotline 01805-4470 erhältlich.
Mit
einer Pressekonferenz ist am 16. November die Aktion
„Fußball-Bundesliga für Organspende“ in Berlin gestartet, die von der
DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und dem KiO-Gründerverein „Sportler für
Organspende“ (VSO) mit Unterstützung der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert wurde. Neben
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sprachen bei der
Auftaktveranstaltung VSO-Chef Hans Wilhelm Gäb, DFL-Geschäftsführer
Holger Hieronymus und der 37-fache Fußball-Nationalspieler Fredi Bobic
als VSO-Mitglied. Ziel der Aktion: Werbung auf breiter Basis für den
Organspendeausweis. An zwei Bundesligaspieltagen informierten alle 36
Vereine etwa eine Million Besucher in den Stadien und verteilten mehr
als 100.000 Faltblätter mit Organspendeausweisen. Begleitet wurde die
Aktion von einem Kurzfilm, in dem Prominente für die Organspende
werben. Das Foto zeigt Ulla Schmidt und Fredi Bobic bei der
Pressekonferenz.
Große
Tage für Hans Wilhelm Gäb: Unser Vorsitzender erhielt zunächst im
September in der Staatskanzlei in Wiesbaden das Große Verdienstkreuz
der Bundesrepublik Deutschland. Hessens Innenminister Volker Bouffier
(siehe Foto) zeichnete damit Gäbs jahrzehntelangen Einsatz für Fairplay
und Solidarität in Sport, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Einen Monat
später wurde Gäb, der Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche
Sporthilfe ist, in München für seine herausragenden Leistungen und
besondere Verdienste zugunsten der olympischen Bewegung mit dem
Olympischen Orden geehrt.
70
Ärzte liefen unlängst um 6.30 Uhr in der Früh in München 5,6 Kilometer
und sammelten so im Vorfeld der Jahrestagung der Deutschen
Transplantationsgesellschaft für KiO. Sponsor Novartis spendete beim
„Morgenlauf“ für jeden teilnehmenden Mediziner. Am Ende kamen 2.800
Euro zusammen, die im kommenden Jahr transplantierten Kindern den
Aufenthalt in einem erlebnispädagogischen Sportcamp ermöglichen werden.
Laufenderweise dabei war Hartwig Gauder aus dem KiO-Vorstand. Der
Olympiasieger im Gehen lebt seit 1997 mit einem Spenderherz. Das Foto
zeigt ihn mit Scheck und Dr. Karen Schmidt vom Sponsor.
Der
Verein Frankfurter Sportpresse (VFS) unterstützt uns mit Einnahmen aus
seinen Golfturnieren. 11.000 Euro für KiO wurden bei der VFS-Golfserie
2006 erspielt. Das Foto zeigt den VFS-Vorsitzenden Walter Mirwald
(rechts) bei der Scheckübergabe an unseren Vorsitzenden Hans Wilhelm
Gäb nach dem Abschlussturnier im Golfclub Lindenhof in Bad Vilbel.
Christine Stenner hat ihr Amt niedergelegt
KiO
informiert, dass Christine Stenner in eigener Entscheidung ihre
Vorstandsfunktion niedergelegt und ihre Arbeit als Generalsekretärin
unseres Vereins beendet hat. Der Vorstand von KiO bedauert diese
Entscheidung. Unser Verein wird die vakante Position kompetent neu
besetzen und die Zusammenarbeit mit Patienten, Kliniken und allen für
transplantierte Kinder und betroffene Familien tätigen Personen und
Institutionen fortführen und weiter intensivieren. Unabhängig davon,
werden die Vorstandsaufgaben der ausgeschiedenen Generalsekretärin bis
zur nächsten Mitgliederversammlung einstweilig vom Vorstand gemeinsam
übernommen.
Spendenhinweis
++ KiO-Spendenkonto: 86 200 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 550 205 00 ++