Nr. 2/2005, 21.12.2005

 

In dieser Ausgabe:
 
So hilft KiO – ein Beispiel: Paul (20) wartet auf eine Niere

Helmut-Werner Preis: Kalle Rummenigge ehrt Krankenschwester und Medizinerin

Eine Sanduhr symbolisiert das Thema

Weihnachtsgeschenk der Telekom-Mitarbeiter

KiO-Kuratorium

KiO-Familienseminar

Tischtennis für die gute Sache

Tolle Tage nach entbehrungsreichen Jahren

KiO sagt Danke

Aufklärung über Nierentransplantation bei Kindern

 
 

So hilft KiO – ein Beispiel: Paul (20) wartet auf eine Niere

 

Paul sitzt seit seiner Geburt im Rollstuhl und leidet zudem an schwerer Niereninsuffizienz. Er ist zur Transplantation angemeldet, aber die Wartezeiten für eine Niere sind lang. Pauls allein erziehende Mutter ist ebenfalls Nieren-Pankreas transplantiert und körperlich nicht in der Lage, sich ständig um ihr Kind zu kümmern. Paul muss drei Mal die Woche an die Dialyse. Er besucht dennoch das Gymnasium, ist ein guter Schüler und wird in Kürze Abitur machen. Paul betreibt Rollstuhlsport, wo er Hockey und Basketball auf hohem Niveau spielt. So ist er mit seiner Mannschaft bereits Vizeweltmeister im Rollstuhlhockey geworden. Seine Nachmittage sind ausgefüllt mit Dialyse, Lernen und Sport. Um zeitlich alles bewerkstelligen zu können, möchte Paul den Führerschein machen und ein behindertengerechtes Auto fahren. Für ihn wäre das eine enorme Lebenshilfe und ein wichtiger Schritt in die Selbständigkeit. Doch sind der spezielle Führerschein und ein behindertengerechtes Fahrzeug nicht billig und so hat sich Paul mit Hilfe der Heidelberger Kinderklinik an KiO gewandt. KiO versucht zunächst Gelder hierfür bei den zuständigen Rehhabilitationseinrichtungen und Ämtern locker zu machen, wird Paul darüber hinaus aber auch finanziell unterstützen. Obwohl Paul mit 20 Jahren nicht mehr als „Kind“ im eigentlichen Sinne gilt, hat er doch seine gesamte Kindheit ohne irgendwelche Unterstützung mit diesen Handicaps verbracht. Dass er trotz aller Schwierigkeiten dennoch so engagiert im Sport ist und sein Leben positiv in die Hand nimmt, finden wir bewundernswert und daher auch unterstützungswürdig.

KiO hat für Betroffene „Sozialrechtliche Hilfen für organtransplantierte Kinder“ zusammengestellt

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Helmut-Werner Preis: Kalle Rummenigge ehrt Krankenschwester und Medizinerin

 

FC Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat in München die Kinderkrankenschwester Meike Franke (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und die Transplantationsmedizinerin Professor Gisela Offner (Medizinische Hochschule Hannover) mit dem Helmut Werner-Preis von KiO ausgezeichnet. KiO-Mitglied Rummenigge nahm die Ehrung gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Hans Wilhelm Gäb sowie Professor Günter Kirste, dem Vorsitzenden der Deutschen Stiftung Organtransplantation, vor. Der Preis erinnert an den verstorbenen Mercedes-Chef Helmut Werner, einen großen Förderer der Organspende-Bereitschaft. Die mit je 5.000 Euro dotierte und erstmals vergebene Auszeichnung ging an Persönlichkeiten, die sich mit großem Engagement um transplantierte Kinder und Jugendliche verdient gemacht haben: Meike Franke arbeitet seit 26 Jahren auf Transplantationsstationen und begleitet Kinder und ihre Familien als „Social Nurse“ mit großem persönlichen Einsatz und auch in ihrer Freizeit. Professor Gisela Offner behandelte in 35 Jahren über 550 Kinder vor und nach Nierentransplantationen. Das Bild zeigt Karl-Heinz Rummenigge (Zweiter von rechts) mit den Helmut-Werner-Preisträgerinnen Professor Gisela Offner (weiße Blumen) und Meike Franke (orangefarbene Blumen) sowie (von links) KiO-Generalsekretärin Christine Stenner, KiO-Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Martin Burdelski, dem DSO-Vorsitzenden Prof. Dr. Günter Kirste, dem KiO-Vorsitzenden Hans Wilhelm Gäb, Erika Werner und den beiden transplantierten Kindern Sophia und Alexander.

Mehr Fotos von der Preisverleihung

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Eine Sanduhr symbolisiert das Thema

 

Für den Helmut Werner-Preis hat KiO eine besondere Skulptur erstellen lassen: Eine in ihrer Aussagekraft sehr anschauliche Sanduhr. Der verrinnende Sand zeigt den Lauf der Zeit bis hin zu einem absehbaren, ultimativen Ende. Doch es ist auch möglich, die Uhr umzukehren, neu in Gang zu setzen und einen neuen Zeitabschnitt zu gewinnen. Es entsteht ein Geben und Nehmen zwischen beiden Seiten – wie bei der Organspende.

Mehr über die Helmut Werner-Preis-Sanduhr

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Weihnachtsgeschenk der Telekom-Mitarbeiter

 

Der Erlös der Tombola auf der Weihnachtsfeier der Deutschen Telekom ging in diesem Jahr zugunsten der Kinderhilfe Organtransplantation. Unsere Generalsekretätrin Chrstine Stenner konnte daraufhin in Bonn ein tolles Weihnachtsgeschenk für KiO abholen: einen Scheck über 10.000 Euro! KiO dankt den Initiatoren der Tombola und den Telekom-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern.

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KiO-Kuratorium

 

Für ihr Kuratorium konnte KiO führende deutsche Transplantationsmediziner gewinnen.

Alle Mitglieder des Kuratoriums

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KiO-Familienseminar

 

Sechs Familien mit lebertransplantierten Kindern nahmen Anfang November am Erlebnispädagogischen Familienseminar von KiO in Pottenstein (Fränkische Schweiz) teil. Unter der Führung von Gabi Borkowski und mit fachlicher Anleitung von Erlebnispädagogen gab es zum Beispiel spannende Kletteraktionen. Mit dabei waren KiO-Mitglied Klaus Wolfermann (Speerwurf-Olympiasieger 1972) sowie Vorstandsmitglied Hartwig Gauder. Das begleitende Elternseminar wurde von Sabine Schmidt-Schaller geleitet, die als Psychologin an der Medizinischen Hochschule Hannover arbeitet.
KiO hat das Programm speziell auf die Bedürfnisse der betroffenen Kinder und deren Familienmitglieder zugeschnitten, um die Familien nach der Transplantation in ihrer „Schlüsselqualifikation“ zu unterstützen. Ziel ist, das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Kinder zu stärken, um wieder ein weitestgehend normales Leben zu führen. Die bereits vorhandenen Stärken und Fähigkeiten der Kinder und ihrer Eltern können dabei wieder neu entdeckt werden. Die Familie lernt zudem, Ängste als normal anzuerkennen, aber auch Strategien zu entwickeln, damit umzugehen. In diesem Konzept kommt der Gruppe eine wichtige Bedeutung zu, da die gestellten Probleme nur im Team aufgegriffen und gelöst werden können. Von jedem Einzelnen wird Eigenbeteiligung und Verantwortlichkeit gefordert. In Teamarbeit sowohl mit den eigenen Kindern, als auch mit anderen Eltern ist die bedeutende Herausforderung, das „Loslassen“ zu erlernen.


Mehr Fotos vom Seminar

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Tischtennis für die gute Sache

 

Die Spitzenpartie in der Tischtennis-Bundesliga zwischen Borussia Düsseldorf und dem TTV Gönnern wurde Anfang November als Benefiz-Spiel für KiO ausgetragen. Von jeder verkauften Eintrittskarte ging ein Euro an den von Borussia-Aufsichtsratschef Hans Wilhelm Gäb geführten Verein. Auf Einladung von Gäb waren viele „Sportler für Organspende“ zum Tischtennis nach Düsseldorf gekommen, darunter unvergessene Olympiasieger wie Ulrike Nasse-Meyfarth, Martin Lauer, Christian Schenk, Ingrid Mickler-Becker, Hartwig Gauder, Roland Matthes, Dieter Baumann, Tischtennis-Paralympics-Sieger Holger Nikelis und Zehnkampf-Europameister und Volleyball-Verbandspräsident Werner von Moltke (siehe Foto mit KiO-Kids).

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Tolle Tage nach entbehrungsreichen Jahren

 

KiO ermöglicht Familien nach oft jahrelangen entbehrungsreichen Jahren Ferien mit ihren transplantierten Kindern. Im Sommer 2005 waren beispielsweise vier Familien mit nieren- und herztransplantierten Kindern im Allgäu auf dem idyllischen Anwesen des Sonnenhofs. Ein Vater schrieb uns zurück: „Wir waren begeistert. Unser letzter Urlaub liegt mindestens zehn Jahre zurück, da ist man dankbar für so tolle Tage.“ Und eine Mutter schrieb: „Wir danken KiO für die schönen Ferien am Sonnenhof. Es war großartig, die Kinder waren schon lange nicht mehr so fröhlich. Vor allem begeisterten uns die Landschaft und der große Bauernhof mit den vielen Tieren.“

Mehr zum Sonnenhof

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KiO sagt Danke

 

Im Jahr 2005 spendeten uns folgende Personen und Unternehmen und Vereinigungen:

KPMG National Office ++ Helmut Werner GmbH ++ Golfturnier Pottenstein ++ Erika Werner ++ Verein der Freunde Zonta e.V. ++ Luise Buhl ++ Michael und Beate Manus ++ Dr. Silvio Nadalin ++ Günter Egle ++ KIWANIS-Club Bayreuth-Obermain e.V. ++ Sportstudio Weil am Rhein ++ Uta Freise/Gasthof Killer ++ TTB Düsseldorf ++ Hubert Waibel ++ Hartmut und Sonja Hitz ++ Erika Werner ++ Mitarbeiter DSO ++ Erwin Gmall ++ Robert und Ingeborg Manus ++ Dieter Meinhold ++ Werner Müller ++ OK WM 2006 ++ Siegfried Salwiczek ++ Ursula Endres ++ Karl Schunter ++ Dr. Rudolf Klingner ++ Michael Roesen ++ Dr. Friedemann Lucius ++ Birkholz&Birkholz GmbH ++ Marion Lohse ++ Andrea und Peter Kuhl ++ Ingolf Menius ++ Martina Kunz ++ Action G.M.G. GmbH ++ Heide Goetze ++ Dr. Carl Horst Hahn ++ Erika Schultze ++ Mike Enders ++ Helmut Mundinger ++ Beate und Michael Manus ++ Ruth und Eike Zelles ++ Eva Lohse ++ Tihanyi Jenoe ++ Christa und Martin Lauer ++ Siegbert Seib ++ Mager+Jung-Mager ++ Manfred Brauer ++ Günter Wolters ++ Heribert Stroucken ++ Bruno und Getrud Dünchheim ++ Gerd und Pia Eschrich ++ Peter Raim ++ Vera und Michael Willms ++ Lydia und Heinrich Goebel ++ Fischer-Fröhlich ++ Ernst Richard Müller ++ Helmut Joosten ++ Michael Jurkovic ++ Dr. Beate Quadt ++ W+W Conrad ++ Ursula Hetzel ++ Christiana Schmauch ++ E. Giebeler ++ Klaus Hoffmann ++ Renate Simper ++ Volker Korst ++ Erich Kandora ++ Christian Seeberger ++ Lutz Benkert ++ Josef und Gisela Kück ++ Otto Hoch ++ B.+M. Hessing ++ Alfons Kaindl ++ Verena Urbahn ++ Bernd und Dagmar Kult ++ Renate Abel ++ Dominik Weisser ++ Oliver Katzer ++ Ute und Wilfried Steinbacher ++ Theodor Markwitz ++ W.+C. Schulte-Zweckel ++ Norbert Schmidt ++ Ralf Bauer ++ Hans Jürgen Schneider ++ J. Alt und D. Wilhelms ++ Silvia Otterach ++ Karl Roth ++ August Wilhelm Weyers ++ Dirk Michael Teetz ++ Peter-Georg Schickel ++ Franz Ronski ++ Andreas Preuß ++ Prüssner ++ Ekkehard Dietmar Pichon ++ Silke Genz ++ Hans Joachim Fuchs ++ Georg Mauser ++ Frank und Daniela Maiser ++ Carsten Gipp ++

Herzlichen Dank allen Gönnern!

++ KiO-Spendenkonto: 86 200 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 550 205 00.


Hier kann online gespendet werden

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Aufklärung über Nierentransplantation bei Kindern

 

Eltern und betroffene junge Menschen umfassend über die Nierentransplantation bei Kindern aufzuklären, ist das Ziel des Films „Dem Leben zuliebe“. Im Mittelpunkt des 32-minütigen Bildstreifens stehen vier nierentransplantierte Kinder sowie deren Eltern. Sie erzählen von der Zeit vor der Transplantation, von der Operation und über ihren Alltag heute im Kindergarten, in der Schule und zu Hause. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit den Kinderkliniken der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums Heidelberg und kann als DVD kostenfrei über die KiO Geschäftsstelle bestellt werden.

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Verein Kinderhilfe Organtransplantation - Sportler für Organspende e.V. (KiO)
Varrentrappstraße 40-42
60486 Frankfurt am Main

Telefon: (069)74 34 88-382
Telefax: (069)74 34 88-383
E-Mail: kio@vso.de
www.kinderhilfe-organtransplantation.de

Spendenkonto: 86 200 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 550 205 00

Fotos: Agnes Bendlin, pixelio.de, KiO, Novartis, Dr. Stephan Roscher, Victor’s, ZDF

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