Hans Wilhelm Gäb
Vereinsvorsitzender und Nationalspieler Tischtennis
„Jeder kann helfen und jeder kann jederzeit betroffen sein – auch als Empfänger einer lebensrettenden Spende.“
„Jeder kann helfen und jeder kann jederzeit betroffen sein – auch als Empfänger einer lebensrettenden Spende.“
Selbstverständlich. So wie eine Transplantation schwer kranken Menschen ihre Lebenskraft zurückgibt, hilft Sport, Energie neu aufzubauen. Viele Organtransplantierte waren jahrelang nicht sportlich aktiv. Oft aus falscher Angst, sich durch die körperliche Belastung zu gefährden. Sehr wohl aber können Transplantierte ein sportlich aktives Leben führen.
Zu TransDia e.V. – Sportvereinigung für Organtransplantierte
Grundsätzlich geeignet für organtransplantierte Menschen sind Ausdauersportarten wie Walking, Joggen und Radfahren sowie Bewegungsspiele. Vor der sportlichen Betätigung muss in jedem Fall eine gründliche ärztliche Untersuchung stattfinden und ein ausführliches Gespräch mit dem behandelnden Arzt geführt werden. Er wird auch zu passenden Sportarten raten.
Medizinische Informationen zum Thema
Unser Vorstandsmitglied Hartwig Gauder war 1980 Olympiasieger, 1986 Europameister und 1987 Weltmeister im 50 km Gehen. Seit Januar 1997 lebt er nach einem bakteriell bedingten Herzversagen mit einem Spenderherz. Im November 1998 absolvierte er die 42,195 Kilometer des New-York-Marathons mit wenig Jogging und viel Walking. 2003 bestieg er Japans höchsten und heiligen Berg, den Fuji (3776 Meter). Er sagt: „Ich bin der Meinung, jeder Transplantierte sollte sich und seine Grenzen vorsichtig austesten. Wieso sollen transplantierte Menschen nicht auch ein wenig Mut zeigen und sich vortasten? Ich habe mich bei dem Marathonlauf sehr wohl gefühlt und würde meine Gesundheit nie leichtfertig aufs Spiel setzen. Natürlich war ich auch entsprechend vorbereitet. Ich hatte das Glück, transplantiert zu werden. Da darf man mit seinem neuen Organ nicht lax umgehen. So wie ich als Hochleistungssportler Verantwortung für meinen Körper übernommen habe, tue ich das auch jetzt. Ich überanstrenge mich nicht und komme mit einem Lächeln ins Ziel. Ich bin auch deshalb aktiv, um zu zeigen, welche Lebensqualität man mit einem fremden Herzen hat. Und vielleicht gibt das wieder einigen Menschen den Anstoß, Spendebereitschaft zu zeigen und einen Organspendeausweis auszufüllen.“
Mehr über Hartwig Gauders Fuji-Besteigung
Auf alle Fragen zur Organspende und zum Organspendeausweis liefert unser Partner Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) die Antworten: www.organspende-info.de
Wer lieber telefonisch fragt: Antworten gibt es auch unter der gebührenfreien Nummer 0800-90 40 400 beim Infotelefon Organspende. Das ist ein gemeinsamer Service der BZgA und der Deutschen Stiftung Organtransplantation. Das Infotelefon ist montags bis donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 9 bis 16 Uhr besetzt.