Organtransplantation

Welche Erfolgsaussichten haben Organübertragungen?

Sehr gute. Beispielsweise funktionieren 88 Prozent der transplantierten Nieren noch nach einem Jahr, nach fünf Jahren sind es noch 74 Prozent. Bei den anderen Organen liegen die Erfolgsraten nur geringfügig darunter. Die gespendeten Organe bleiben oft über Jahrzehnte hinweg funktionsfähig, die Empfänger können ein nahezu normales Leben führen. Unser Vereinschef Hans Wilhelm Gäb lebt seit 1994 mit neuer Leber, unser Vorstandsmitglied Hartwig Gauder seit 1997 mit neuem Herz.

Mehr über Organtransplantationen

Wie vielen Menschen wird dadurch geholfen?

2007 wurden jeden Tag etwa elf lebensrettende Transplantationen durchgeführt. Jeder Mensch, der seine Organe nach dem Tod spendet, kann bis zu sieben schwerkranken Menschen die Chance auf ein neues Leben geben.

Aktuelle Zahlen zur Organtransplantation

Wann wurde die erste Transplantation durchgeführt?

1954 Jahren wurde weltweit mit einer Niere zum ersten Mal ein menschliches Organ transplantiert. 13 Jahre später, 1967, führte Prof. Barnard in Kapstadt die erste Herztransplantation durch. Seitdem werden in Deutschland jährlich durch Organtransplantationen Tausende von Menschenleben gerettet, die Zahl der transplantierten Organe hat sich seit 1963 auf fast 89.000 (2008) summiert. Die Transplantationsmedizin gehört inzwischen zum Standard der medizinischen Versorgung.

Leben mit einem transplantierten Organ

Weiß der Empfänger des Organs, wer es gespendet hat?

Nein, die Spende ist anonym. Auch die Angehörigen des Spenders erfahren nicht, wer der Empfänger des Organs ist. Auf Wunsch wird ihnen aber mitgeteilt, ob die Transplantation erfolgreich verlaufen ist.

Beispiele von Organempfängern und Angehörigen von Spendern

Wann kommt eine Lebendspende in Frage?

Das Transplantationsgesetz erlaubt die Lebendspende von Organen nur unter Verwandten ersten oder zweiten Grades, zum Beispiel Eltern und Geschwistern, unter Ehepartnern, Verlobten oder unter Menschen, die sich persönlich sehr nahe stehen. Eine Gutachterkommission prüft, ob die Spende freiwillig erfolgt und keine finanziellen Interessen bestehen.

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